PREIS, DRAWDOWN UND PAYOUT SYSTEMATISCH PRÜFEN
Prop-Firm-Checkliste 2026: 25 Punkte vor dem Kauf
Ein Prop-Firm-Kauf lässt sich in zehn Minuten deutlich sicherer vorbereiten. Diese ausführliche Checkliste zeigt, welche Angaben du aus Checkout, Regelwerk und Payout Policy notieren solltest – inklusive Rechenbeispielen und typischer Warnsignale.
Kaufe erst, wenn du das konkrete Produkt in einem Satz benennen, alle Zahlungen bis zur ersten Auszahlung addieren und jede Verlustgrenze mit einem Geldbetrag erklären kannst. Unklare Regeln sind kein kleines Detail, sondern ein unkalkulierbares Kostenrisiko.
IN 60 SEKUNDEN
Das nimmst du aus diesem Ratgeber mit.
- 011. Das konkrete Produkt eindeutig identifizieren
Vergleiche niemals nur den Anbieternamen.
- 022. Die echten Gesamtkosten in drei Szenarien rechnen
Der sichtbare Preis ist nur dann die Gesamtsumme, wenn keine Verlängerung, Aktivierung, Marktdaten oder Resets hinzukommen.
- 033. Drawdown in einen echten Geldpuffer übersetzen
Notiere Daily Loss und Maximum Loss in Prozent und in Geld.
- 044. Den Weg durch die Evaluation vollständig abbilden
Profitziel, Phasen und Mindesttage bestimmen, wie schnell du überhaupt weiterkommst.
1. Das konkrete Produkt eindeutig identifizieren
Vergleiche niemals nur den Anbieternamen. Schreibe Modell, Kontogröße, Phase, Drawdown-Variante und Checkout-Optionen vollständig auf. Ein ‚50K-Konto‘ kann beim selben Anbieter als 1-Step, 2-Step, EOD, Intraday oder Instant mit völlig anderen Regeln existieren.
- Exakter Modellname und Kontogröße
- Kaufdatum und Regelversion
- Basisprodukt oder Add-on
- Simulierte Evaluation, Sim-Funded oder möglicher Live-Pfad
2. Die echten Gesamtkosten in drei Szenarien rechnen
Der sichtbare Preis ist nur dann die Gesamtsumme, wenn keine Verlängerung, Aktivierung, Marktdaten oder Resets hinzukommen. Rechne Best Case, realistisches Szenario und Fehlversuch. Beispiel: 49 US-Dollar Monatsgebühr über drei Monate plus 149 US-Dollar Aktivierung ergeben 296 US-Dollar – nicht 49 US-Dollar.
- Checkout-Preis nach Rabatt
- Monate bis Bestehen oder Kündigung
- Reset- und Aktivierungsgebühr
- Plattform-, Daten- und Split-Add-ons
- Rückerstattung: wann und unter welchen Bedingungen?
3. Drawdown in einen echten Geldpuffer übersetzen
Notiere Daily Loss und Maximum Loss in Prozent und in Geld. Kläre anschließend, ob die Grenze statisch, intraday-trailing oder EOD-trailing ist. Bei 50K und 4 % Maximum Loss beträgt dein anfänglicher Puffer 2.000 US-Dollar – nicht 50.000 US-Dollar. Trailing-Regeln können diesen Puffer nach Gewinnen weiter nach oben verschieben.
- Berechnungsbasis: Balance, Equity oder höherer Wert?
- Reset-Zeitpunkt und Zeitzone
- Stoppt der Trailing Drawdown an der Startbalance?
- Zählen Kommissionen und offene Verluste mit?
4. Den Weg durch die Evaluation vollständig abbilden
Profitziel, Phasen und Mindesttage bestimmen, wie schnell du überhaupt weiterkommst. Konsistenzregeln können einen großen Gewinntag nachträglich zum Zeitfaktor machen. Prüfe außerdem Zeitlimit und Inaktivität: Kein maximales Zeitlimit schützt nicht vor einem laufenden Monatsabo oder einer 30-Tage-Inaktivitätsfrist.
- Profitziel je Phase
- Mindesthandelstage oder qualifizierende Tage
- Best-Day-/Konsistenzregel
- Maximale Laufzeit und Inaktivitätsregel
5. Die Strategie gegen alle Handelsverbote testen
Gehe deine reale Strategie Schritt für Schritt durch. Darfst du Positionen über Nacht, Wochenende oder High-Impact-News halten? Zählt eine Stop-Ausführung im Newsfenster als verbotener Trade? Prüfe außerdem EAs, Copy-Trading, Hedging, Martingale, Mindesthaltedauer, maximale Kontrakte und den verpflichtenden Handelsschluss.
- Instrumente, Hebel und Plattform
- News öffnen, schließen und halten getrennt prüfen
- Overnight, Weekend und Börsenschluss
- EA, Copier, VPS und mehrere Konten
- Positions- und Verlustlimit pro Trade
6. Auszahlung als Prozess statt als Profit Split lesen
Ein 100-%-Split nützt wenig, wenn Safety Net, Payout-Cap oder qualifizierende Tage deine Auszahlung verzögern. Notiere den kompletten Weg vom ersten Funded-Trade bis zum verfügbaren Geld: Wartezeit, Mindestprofit, profitable Tage, Konsistenz, Mindest- und Höchstbetrag, Bearbeitungszeit und verbleibender Drawdown nach der Entnahme.
- Erster und weiterer Payout-Zyklus
- Mindest- und Höchstbetrag
- Safety Net, Buffer und Konsistenz
- Was passiert nach dem Payout mit der Verlustgrenze?
- Zahlungsweg, KYC und mögliche Gebühren
7. Anbieter, Vertrag und Bewertungsdaten einordnen
Prüfe den tatsächlichen Vertragspartner, Land, Supportwege und Kündigungsbedingungen. Trustpilot ist nur eine Momentaufnahme: Score, Anzahl, Aktualität und Profilstatus gehören zusammen. Ein ausgesetztes Rating oder viele gleichartige Beschwerden sind ein Prüfsignal, aber einzelne Erfolgsposts sind ebenso wenig ein Beweis für Qualität.
- Vertragspartner und erreichbarer Support
- Terms, Refund- und Kündigungsregel
- Trustpilot-Score plus Bewertungszahl
- Aktuelle Muster bei Payout-, Regel- oder Technikbeschwerden
8. Der finale Zehn-Minuten-Check
Öffne unmittelbar vor der Zahlung noch einmal Checkout, Regelwerk und Payout Policy. Stimmen Modellname, Kontogröße, Endpreis und Regelversion überein? Speichere die relevanten Seiten oder PDFs mit Datum. Wenn du eine Verlust- oder Auszahlungsregel nicht mit einem eigenen Zahlenbeispiel erklären kannst, verschiebe den Kauf.
- Endpreis und Währung bestätigt
- Alle laufenden und späteren Gebühren notiert
- Drawdown-Beispiel selbst gerechnet
- Payout-Voraussetzungen vollständig notiert
- Regelquellen mit Datum gespeichert
PASSENDE EINZELTESTS
Regeln pro Anbieter prüfen.
PRIMÄRQUELLEN
Darauf basiert der Vergleich.
Redaktioneller Stand . Verlinkt sind offizielle Anbieter- und Hilfeseiten. Regeln können sich nach der Prüfung ändern; kontrolliere deshalb das konkrete Programm vor dem Kauf erneut.